Weihnachten feiern in anderen Ländern



Nach Osten ist das zweite christliche Fest Weihnachten, an dem die Geburt Jesu gefeiert wird. Doch nicht überall wird Weihnachten gefeiert und das Weihnachtsfest wird von Land zu Land unterschiedlich gefeiert. Doch wie sieht Weihnachten in den anderen Ländern aus? Die wichtigsten Bräuche für Weihnachten feiern in aller Welt haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Skandinavien
Skandinavische Länder, wie Schweden, Finnland und Norwegen nennen Weihnachten "Jul" oder auch finnisch "Joulua". Dort ist die Feier ein gesunder Mix aus christlichem Weihnachtsfest und Erntedankfest. So wie wir den Weihnachtsmann in Deutschland kennen, gibt es ihn in Skandinavien nicht. Die Geschenke werden jedes Jahr von den drei kleinen Kobolden Tomtebisse, Nisse und Tomte gebracht. Sie sind rot gekleidet aus Lappland oder vom Nordpol, ziehen frierend durch das Land und tragen die Geschenke in einem großen Sack mit sich herum.

Russland
Der wohl bekannteste ausländische Weihnachtsmann ist Väterchen Frost. Auf ihn freuen sich die russischen Kinder am meisten, wenn er in der Silvesternacht die Geschenke bringt und die Kinder diese am Neujahrstag aufmachen können. Väterchen Frost trägt einen langen roten Mantel mit einem weißen Pelz. Als Wanderstab dient ihm ein großer Eiszapfen und sein Schneemädchen, die Sneguratschka ist immer an seiner Seite. Der Schlitten der beiden wird nicht von Rentieren, sondern von Pferden gezogen und ab dem 27.12. wird in Kindergärten und Schulen alles weihnachtlich geschmückt. Kinder verkleiden sich als Schneeflocke oder auch Schneemann und Väterchen Frost wird ein paar Mal laut gerufen, bis er mit seinem Schneemädchen vorbeikommt. Zur Begrüßung klopft er dreimal mit seinem Eiszapfen auf den Boden, gibt jedoch nicht gleich die Geschenke aus. Zuvor sagt er noch ein Gedicht auf oder erzählt eine kleine Geschichte.

Spanien
Für die Spanier ist Weihnachten das wichtigste Fest, an dem 12 Tage durchgefeiert wird. Die Feiern, wie Umzüge mit Tanz und Musik finden vom 25.12 bis zum 06.01 statt und die Geburt Jesu wird kräftig gefeiert. Bereits einige Tage, bevor das Fest beginnt, laufen die Kinder singend und musizierend umher und bekommen als Belohnung Süßigkeiten. In Spanien gibt es keinen Weihnachtsmann, dennoch wird nach dem Festessen am Heiligabend die Urne des Schicksals auf den Tisch gestellt. Diese ist mit zahlreichen kleinen Geschenken gefüllt, unter denen allerdings auch Nieten zu finden sind. Derjenige, der eine Niete zieht, darf so lange in die Urne fassen, bis er ein richtiges Geschenk gefunden hat.

England/Irland
Das Weihnachtsfest findet in Irland und England am 25.12 Statt. Die größten Strümpfe der Kinder werden am Vorabend an den Kamin gehängt, damit Santa Claus seine Ihre Geschenke durch den Kamin in den Strumpf werfen kann. Santa Claus ist ein alter lustiger Mann mit einem weißen Bart und einer langen Tonpfeife. Er trägt auf dem Kopf eine Zipfelmütze, die mit Glöckchen versehen ist. Speziell in Irland werden am Weihnachtsabend Kerzen in die Fenster zur Straße hin gestellt, was als Einladung für diejenigen gilt, die wie Maria und Josef damals, hungrig durch die Kälte reisen.

Niederlande
Der Weihnachtsmann heißt in den Niederlanden Sinterklaas und bringt die Geschenke schon am 06.12. Zuvor fährt er mit seinen Kumpanen Zwarte Piet, dem schwarzen Peter, in den Hafen von Amsterdam ein und wird mit einem großen Fest begrüßt. Die beiden ziehen in dieser Nacht über die Dächer und lassen die Geschenke in die Kamine fallen.

Weihnachten in Amerika
Das Weihnachtsfest wird in Amerika am 25.12 gefeiert. Es geht ziemlich bunt zu und jeder schmückt sein Haus und seinen Garten in den prächtigsten Farben und riesigen Figuren. Ansonsten lehnt der Brauch an den von den Engländern und Iren an.