Weihnachtsbaum
Zur Weihnachtszeit wird ein Tannenbaum mit Kerzen, Lametta, Glaskugeln, Figuren und Lichterketten geschmückt und in Wohnungen, als auch in Kirchen oder auf öffentlichen Plätzen aufgestellt. Dieser Brauch verbreitete sich im 19. Jahrhundert von Deutschland aus über die ganze Welt.
Als Weihnachtsbaum werden meist Tannen verwendet, jedoch werden auch Fichten und andere Nadelbäume immer beliebter. Am häufigsten verkauft wird in Deutschland die Nordmann-Tanne. Von ihnen werden jährlich 16 Millionen Stück verkauft. Überwiegend werden diese auf landwirtschaftlichen Flächen im Sauerland, aber auch in Schleswig-Holstein und Dänemark angebaut. Allerdings ist Dänemark mit einem jährlichen Export von 10 Millionen Nordmann-Tannen Marktführer. Je nach Pflanzenart dauert der Werdegang eines Tannenbaums vom Samenkorn bis zum 2 m großen Baum etwa 8-12 Jahre. Die Samen werden aus den Zapfen von älteren Bäumen gewonnen. In Baumschulen wird das Samenkorn zum Sämling gezogen. Später, wenn etwa 3-4 Jahre vergangen sind, als Jungpflanze an Forst- und Weihnachtsbaumgebiete verkauft. Wie der Baum wächst und wie er sich entwickelt hängt dann von der Bodenqualität, der Pflege und den klimatischen Verhältnissen ab. 4-8 Jahr später kann man dann den fertigen Christbaum fällen.
Normalerweise wird der Weihnachtsbaum am Heiligen Abend aufgestellt. Bei den Evangelisten wird dieser traditionell am Epiphanias-Fest aufgestellt, dass am 6. Januar stattfindet, wieder abgeschmückt. In katholischen Familien wird er oft bis zum Fest der Darstellung des Herrn stehen gelassen, dass am 2. Februar stattfindet. Es bedeutet das Ende der Weihnachtszeit.
Der Christbaum wird mit Hilfe eines Christbaumständers aufgebaut. Er dient zum Arretieren, also zum Feststellen eines beweglichen Teils, in einer senkrechten Position. Meist ist die Form des Ständers rund und sieht aus wie ein großer Blumentopf, den man mit Wasser füllen muss. Bei manchen Ständern wird der Christbaum mittels Schrauben gehalten. Bei anderen geschieht das Arretieren mittels Drahtseilen, die fest gespannt werden.
Wirtschaftlich gesehen werden in Deutschland pro Jahr ca. 616 Millionen Euro für ca. 28 Millionen Weihnachtsbäume ausgegeben. Ein Christ Baum kostet ca. 21€. Man benötigt für diese Menge Bäume etwa eine Anbaufläche von ca. 40.000 ha., wobei die durchschnittliche Ausbeute im Durchschnitt ca. 60-70% beträgt.