Weihnachtsmärkte



Fast in jedem Ort findet in der Vorweihnachtszeit ein Christkindlmarkt statt. Diese Weihnachtsmärkte dienten ursprünglich dafür, dass sich die Bürger zu Beginn der kalten Zeiten mit winterlichem Bedarf eindecken konnten. Mittlerweile sind diese Märkte fester Bestandteil des weihnachtlichen Brauchtums geworden. Wenn das Weihnachtsfest dann beginnt, sind die meisten Weihnachtsmärkte auch schon wieder geschlossen. Das typische an einem Weihnachtsmarkt sind viele Verkaufsstände auf den Plätzen und Straßen einer Gemeinde. Meist werden diese vor einer publikumswirksamen historischen Kulisse aufgebaut. Neben den weihnachtlichen Backwaren, wie Lebkuchen, Pfannkuchen, Spekulatius, Christollen und Plätzchen, werden auch Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, heiße Maronen und Schokoladenfiguren angeboten. Mit einem Glühwein oder einem Glas Feuerzangenbowle kann man gegen die Kälte ankämpfen. Zudem findet man auf einem Weihnachtsmarkt viele Stände, an denen Christbaumschmuck, Adventssterne, kunsthandwerkliche Weihnachtsdekorationen und andere weihnachtliche Artikel verkauft werden.

Zum Anlass der meisten Weihnachtsmärkte wird auch ein kulturelles und künstlerisches Programm angeboten. Für die Kinder kommt der Weihnachtsmann höchst persönlich vorbei und vergibt kleine Geschenke. Auch das Weihnachtsmärchen wird manchmal als Theaterstück aufgeführt. Besonderen Reiz hat der Weihnachtsmarkt jedoch durch seine prunkvolle Beleuchtung, die im Kontrast zum frühen Eintritt der Dunkelheit atemberaubend auf die Besucher wirkt.

Weihnachtsmarkt in Berlin
2004 konnte der Weihnachtsmarkt in Berlin-Spandau 1,8 Millionen Besucher zählen. Er ist einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland und findet seit dem 1. Advent 1974 jedes Jahr in der Altstadt von Spandau statt. Beigetragen zu seiner Popularität hat die Fernsehübertragung des Kulturprogramms 1977. Schon 1989 erreichte der Markt eine Besucherzahl von rund 1 Million. 400 Stände, die Bühne am Marktplatz mit täglichen Aufführungen, die Weihnachtskrippe mit lebenden Tieren und der Basar der Spandauer Schulen laden ein zum Wunder der Weihnachtszeit.

Weihnachtsmarkt in Dortmund
Der Dortmunder Weihnachtsmarkt ist mit seinen 300 Marktständen ebenfalls einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Auf dem Hansaplatz wird dort seit 1997 jedes Jahr ein großer Weihnachtsbaum errichtet. Dieser besteht aus einem 45 m hohen konisch zulaufenden Stahlgestell, an dem rund 1700 einzelne Fichten befestigt werden.

Weihnachtsmarkt in Dresden
Der Striezelmarkt in Dresden ist einer der sieben größten Weihnachtsmärkte in der Elbmetropole. Er gilt als ältester Weihnachtsmarkt in Deutschland und ist mit 2,5 Millionen Besuchern der einer der meistbesuchten in Deutschland.

Weihnachtsmarkt in Frankfurt
Er wird 1393 erstmals urkundlich erwähnt und findet alljährlich auf dem Römerberg statt. Er zählt jedes Jahr rund drei Millionen Besucher und gehört zu den größten Weihnachtsmärkten in Deutschland.

Weihnachtsmarkt in Hannover
Dieser Weihnachtsmarkt ist rund um die Marktkirche aufgebaut und zählt ca. 150 Stände. Besonderheiten sind das finnische Dorf und das mittelalterliche Weihnachtsdorf. Außerdem findet man hier auch einige Fahr- und Belustigungsgeschäfte, wie zum Beispiel das historische Pferdekarussell und ein kleines Riesenrad.